Symptomverlagerung2

von 2bd am 16. Juli 2019

Haha, das macht Spass. Einen Artikel schreiben zum Thema Symptomverlagerung in der Matrix und dann gleichsam nahtlos dazu übergehen, selber und allen Ernstes von Symptomverschiebungen auf dem Weg zum Homo normalis, heisst im Kontext von AB-PP zu berichten.

Schon mehrfach habe ich hier von Verschiebungen schmerzhafter Symptome geschrieben, wie sie der strukturelle Lösungsprozess – ausgelöst durch erneutes primäres Lernen – eben ganz natürlich (wörtlich!) mit sich bringt. Scheints 😉
Zum Beispiel im recht ausführlichen Beitrag ‚Fest der Aufrichte‘. Doch, natürlich (wiederum wörtlich) handelt es sich hierbei nicht um ein Ausweichmanöver des bedrängten Rootsets, sondern um die schlichte Fortsetzung des tiefen inneren Lösungsvorgangs, der sich kontinuierlich durch den Organismus zieht; vollkommen unplanbar, ausserhalb jeglicher bewussten Kontrolle. Halt so, wie das fortgesetzte primäre Lernen, zweite Generation, das will, bzw wie das dessen (meist unergründbarer) Logik entspricht. Das kann ich relativ zuverlässig berichten, da ich absolut rein gar nichts gegen irgendeines der Symptome unternehme. Ich führe einfach konsequent meinen Prozess (AB-PP) weiter.

Während sich mein Rücken (siehe ‚Fest der Aufrichte‘) schon länger – rund ein Jahr – stabil hält und wie früher hier bereits erwähnt, sich so gesund und folglich schmerzfrei anfühlt, wie ganz klar noch nie in meinem Leben (mehr dazu siehe HOMO CAPUT), haben sich die Schmerzen hartnäckiger Natur (sprich, in stark verspannten und wohl auch durch Leistung jahrzehntelang ‚missbrauchten‘ Bereichen) u.a. vor allem in Richtung linke Hüfte (dort Kommentar 2) sowie eben in meine (va) linke Schulter verlagert. Immerhin biegt sich mittlerweile auch das Becken praktisch schmerzfrei, spontan – und absolut das erste Mal in meinem Leben – nach hinten durch; das tut es nach wie vor auch regelmässig sehr intensiv während AB-PP. Handelt es sich dabei doch um die ‚Umkehr‘ der Körperhaltung, von – wie bei fast allen Männern und zunehmend auch Frauen in unserer Kultur – nach vorn geschobenem Becken und eingefallener Brust, inkl. geknicktem Nacken. Und dies geschieht ja auch auf Knochenebene; braucht also Zeit …
Nachdem die enormen Hüftschmerzen nach einem guten halben Jahr nun doch erheblich nachlassen – vielleicht zu 80% – und ich den ‚Mond‘ im «Gelöst und Dicht» wieder einigermassen hinkriege, sind die Schmerzen an der linken Schulter immer noch zu vielleicht 60% vorhanden; und das dauert mittlerweile etwa 3/4 Jahre. Noch immer bereitet mir der geliebte Butterfly-Schwumm Mühe, von erheblich bis enorm. Eben: Vor allem ändert sich die Symptomstärke dort mittlerweile ständig; schwappt ab und zu sogar nach rechts rüber, wo sich doch meine – vermeintlich – seit eh und je entspannte Schulter befindet. Das Ganze hat vielleicht damit zu tun, dass der kontinuierliche Aufrichteprozess – das absolut Grösste, FANTASTISCHSTE an allem! – in dieser Region noch nicht abgeschlossen ist. Neben dem nach wie vor absolut zuverlässigen, schönen, befreienden reflexionslosen Reflex spricht dafür die gleitende Verlagerung des Schmerzes in Richtung Hals. Hier (zurzeit …) vollständig konzentriert auf die linke Seite. Immerhin ist die Funktionstüchtigkeit – wie schon bei der Hüfte – kaum beeinträchtigt. Trotzdem tuts halt einfach weh; eben vor allem, wenn ich ruhe, oder einmal mehr wegen G&D durch gezieltes lokales Dehnen vollkommen darauf konzentriert bin.

Die Frage bleibt also: Wo führt das alles noch hin? Ich habe wohl keine Ahnung, was das primäre Lernen, bzw die Befreiung der ursprünglichen natürlichen Ressourcen noch alles mit sich bringen. Immerhin darf ich doch verlautbaren, dass ich mich gleichsam intestinal seit Längerem zu 100% wohl fühle. Weder Kopf- noch Bauch- noch andere Schmerzen ‚inside‘ beeinträchtigen mein Wohlbefinden in irgendeiner Weise. Wäre, zugegeben, auch etwas unlogisch, im Zusammenhang mit einem tiefen, strukturellen Lösungsprozess. Doch, was weiss ich schon …

4 Kommentare »

  1. leider bin ich, was den fortschritt der strukturellen lösung im bereich linke schulter-hals betrifft, offenbar noch im frühen stadium «ankündigung». während sich die schmerzen in der schulter (delta) nur sehr langsam verringern, werden die schmerzen im bereich hals-nacken (levator scapulae) zunehmend stärker.
    und das ist genau richtig so! stelle ich doch beim stehen und gehen fest, wie ich den kopf chronisch nach vorn neige und ebenso die linke schulter etwas nach vorn ziehe. ich kann sogar kaum stehen mit linker schulter ganz hinten; heisst, das ist immer noch ein körperstrukturelles phänomen, das noch wenig bei der aufrichte mitmacht; also sogar eher noch im stadium «vorankündigung». puh! wir werdens erleben, wie lange das dauert. immerhin ziehen die schmerzen die aufmerksamkeit in diesen bereich. und, wenn ich bewusst stehe und gehe, richtet sich der körper auch in diesem bereich fast automatisch auf. ist mir dann allerdings immer noch etwas ungeheuer; so aufrecht? wie sehe ich dann den boden vor mir …?
    toll ist: der reflexionslose reflex funktioniert immer noch perfekt. er funktioniert nun sogar auch, wenn ich auf dem rücken liege, das gesäss sich seitwärts ausweitet und folglich die füsse sich von aussen in die senkrechte drehen.

    und, ebenfalls immerhin, ist der schmerz in der linken hüfte mittlerweile zu 90% verschwunden. dort scheint das fest der aufrichte schon ziemlich weit fortgeschritten. und genau so fühle ich mich im bereich unterer rücken und hüfte auf: ziemlich gelöst. 🙂

    2bd am 2. August 2019 um 9:58 Uhr

  2. wow, cool!
    regelmässig ‘ein bisschen’ atmen und die sache wird beschleunigt. aber wie! was üblicherweise monate dauert, wenns überhaupt passiert, geschieht hier – aktiv unterwegs zum «homo normalis» – innerhalb weniger tage.
    erst gerade habe ich festgestellt, dass meine vorgeschobene linke schulter sich noch als ‚körperstrukturelles phänomen’ präsentiert (s.o.); sich der ‘zufällige’ erkennende blick darauf (als ergänzung zum längst bewussten hochziehen) also als VA (vorankündigung) präsentiert, und schon will mein körper, ausserhalb jeglicher kontrolle, unbedingt die linke schulter – zusammen mit der rechten natürlich – nach hinten stellen; wodurch meine aufrichte wieder eine nummer weiter geht. puh!

    ok, diese offenbar angebrochene A (ankündigungsphase) dürfte dann deutlich länger dauern … aber immerhin ist sie umgehend, ganz von sich aus aktiv geworden; offenbar einfach weil es zeit ist dafür. daher wohl auch der ‘zufällige’ blick darauf.
    fantastisch!
    na ja, warten wir mal auf weitere lösungsschmerzen …

    2bd am 2. August 2019 um 14:36 Uhr

  3. wir wollens nicht übertreiben. bereits seit einigen jahren verspüre ich, wenn ich beim powerrest oder vor/nach dem nachtschlaf auf dem rücken liege, regelmässig den spontanen impuls, die schultern nach hinten, bzw runter zu legen. das heisst, die VA dauert offenbar schon viel länger. die entdeckung vor ein paar tagen war anscheinend die ankündigung des rootsets der … eben: diesbezüglichen ankündigungsphase.
    der unterschied zum üblichen ist wohl vor allem der, dass strukturelle veränderungen überhaupt geschehen. und dies erst noch ohne jegliches bemühen, geschweige denn ‘trainieren’ oder so. ich werde schlicht nicht gefragt; sonst würde ich vielleicht auch mal sagen: „ou, der preis (schmerz) ist mir zu hoch„ (ich denke zb mit schrecken an die A-phase mit dem unteren rücken zurück 🙁 )

    2bd am 2. August 2019 um 15:24 Uhr

  4. ziemlich verrückt, wie der befreiungsschmerz nach hinten wandert und sich auf den linken oberen trapezius ausdehnt.

    2bd am 3. August 2019 um 8:20 Uhr

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