Welche Stille!

von 2bd am 25. April 2019

Es war stets und immer so: Der Homo sapiens ist Angst. Angst ist unsere Natur. Denn Angst ist unser sicherstes Verhütungsmittel. Sie behielt uns früher aufmerksam und vorsichtig, um dem Raub durch entsprechende Tiere sowie anderen Gefahren möglichst vorzubeugen (anderes prominentes Beispiel: Pferde). Und Angst ist immer noch Teil unserer Natur. Doch mittlerweile vermeidet der Homo sapiens Angst um fast jeden Preis. Das heisst, wir verdrängen sie mit ungeheurer Wucht; ganz gegen unsere Natur. Moderner gilt allerdings: ‚Möge ja kein Mensch merken, dass ich in Wahrheit schwach, also unwert bin!‘ Das gilt noch vermehrt für uns Männer; doch die Frauen holen mächtig auf. So entfernen wir uns gemeinsam auch in diesem Bereich weiter und weiter von unserer wahren Natur, statt diese endlich wieder zurückzuerobern; zum Beispiel also der Angst wieder ihren angestammten Platz einzuräumen, ohne sie zu dramatisieren. Die Natur in uns endlich wieder zu wecken und zu befreien. Jetzt, wo die Zeit dringend danach ruft (KI !!). Jetzt, wo die Gelegenheit endlich wieder da wäre; heisst, unsere Lebensumstände hier relativ komfortabel sind; heisst aber auch: das entsprechende Mittel bereit steht!

Weshalb tun wir das? Weshalb haben wir solche Angst vor der Angst? Weshalb ignorieren Menschen diese grossartige, praktisch geschenkte Gelegenheit konsequent? Woher also die Stille dieser neuen, ungeheuren, oder eben: ungeheuerlichen Offerte gegenüber?

Weil wir eben viel mehr als einfach schwach sind – heisst praktisch ohne natürliche Waffen den Raubtieren ausgeliefert – wie das zur menschlichen Natur gehört; sondern weil Schwäche, im Kontext des Genderkampfs auch innerhalb der menschlichen Gemeinschaft verlieren bedeutet; heisst, entwertet und ausgestossen zu werden; heisst, als lebensuntauglich zu sterben, sich umzubringen; oder dann halt ‘die andern’ (Gruss unter vielen andern auch an die Incels).
Das läuft praktisch ständig in uns ab, füllt einen grossen Teil des Alltags, bestimmt wesentlich unser Denken und Fühlen – was ist das jetzt schon wieder? –, dirigiert unser Handeln. Und weisst du, was? Genau dieses unnatürliche Verhalten machte uns im Lauf der Jahrhunderte und jede/jeden in der persönlichen Biografie noch viel schwächer, als wir in Wahrheit sind. Viiiel! Ja, aus diesem Labyrinth wieder rauszukommen ist nicht ganz einfach. Doch, wir wissen, was da auf uns zukommt; wir haben es diesbezüglich ja auch mit uns selber zu tun! Sammeln täglich Erfahrung damit.

Wenn in dieser Situation nun etwas vollkommen Neues erscheint – egal, was es bewirkt, was es vermag – , ohne allgemein bekannte Bezugspunkte, sind wir zuerst einmal verunsichert. Und das geht nun gar nicht. Unsicherheit entblösst unsere Schwäche. DAS DARF AUF KEINEN FALL SEIN! Also wird alles wirklich Neue konsequent ignoriert und entwertet. Die Wahrnehmung bleibt generell auf das beschränkt, wo ich bereits weiss, wie ich recht haben kann – dafür oder dagegen spielt null Rolle. Daher wird ‘Neues’ bloss akzeptiert, wenn es offensichtlich auf Altbekanntem aufbaut (siehe zB den Artikel Falun Gong … Erleuchtung … Sekten). Wichtig ist bei der Beurteilung von ’Neuem’ oder Neuem: ICH HABE weiterhin RECHT! Das ist das wichtigste Mittel – neben Kontrolle, (Schein-)Überlegenheit, usw –, um vor sich selber und möglichst auch im sozialen Kontext als stark zu erscheinen. Letzteres nicht immer gelingt – schon haben wir Krieg; in irgendeiner Form.

Nun kommt also dieser Typ und bringt dermassen viel komplett Neues, deckt all die Mythen und Illusionen auf – lies HOMO CAPUT (oder besser nicht?), es ist voll davon –, das geht nun gar nicht. Da er gleichzeitig mit unendlich viel Wertschätzung und enormer Liebe auftritt, ohne den geringsten Anspruch auf Macht, kann man ja schwer richtig dagegen sein. Also bleibt nur freundliches Ignorieren, Schweigen … und weiterhin recht haben mit dem altbekannten Salat.

Ist okay. Ich verstehs ja.
Aber du jetzt vielleicht auch 😉

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