Wenden bitte!

von 2bd am 27. April 2019

Nun stell dir das mal vor!

In deinen Genen sind all die Informationen, wie du als natürliches menschliches Subjekt gestaltet bist, vorhanden. Doch du bist jetzt eine ganz andere, ein ganz anderer! Hast wenig mehr mit dem zu tun, was in deinen Genen schläft. Dein damaliges biologisch bedingtes Primäres Lernen in der frühesten Kindheit, inklusive das, was, ebenfalls in deinen Genen, bereits vor deiner Geburt die kaputte Menschenwelt definierte, hat ein ganz andere Welt erschaffen. Eine verrückte, verquere, LEBENSfremde Welt. Der du nun dein ganzes Leben lang recht gibst und treu bleibst – ganz natürlich; ja! ganz biologisch – Und langsam untergehst, im scheinbar untrennbaren Verbund mit der ganzen Menschheit.

Deine unfassbare Bescheidenheit, was deine Ansprüche ans Leben betrifft – ja! ebenfalls biologisch bedingt, also ohne freie Wahl damals, als du sie entwickelt hast! –, und der du nun Tag für Tag, Minute für Minute RECHT GIBST – was willst du denn sonst? Es gibt – gab! – ja keine Alternative, wenn du wenigstens überleben wolltest –, diese Bescheidenheit darf nun ein freundliches, wertschätzendes Ende finden.

Und nun atmest du wie verrückt, kilometerweit über deine dir bekannten Grenzen hinaus, brichst sämtliche diesbezüglichen Tabus, und wirbelst das ganze Setting, das doch so ruhig schläft, auf. Welch ein Schock! Welch ein erlösender Aufstand! DAS ist die wahre NormalRevolution!

Indem du nicht aufhörst, dich mit unvorstellbarer Wucht wach zu rütteln – stets mit vollkommener, uneingeschränkter Wertschätzung für den, der du bisher warst –, besinnen sich deine Billionen Zellen auf ihren natürlichen Ursprung, öffnen den Zugang zu diesem kostbaren ‚Wissen‘ und beginnen schockiert, in mehrfacher Hinsicht frohlockend, das Erbgut neu zu verwenden. Du wirst Schritt für Schritt ein grundlegend anderer, eine grundlegend andere. Die Person, der Mensch, die/der du eigentlich sein sollst.

So einfach ist das! Und gleichzeitig so verrückt. Nochmals: DAS ist Revolution! Eine, die endlich dem Leben dient.

Und wann wendet sich das Blatt tatsächlich, heisst für die Menschheit?

2 Kommentare »

  1. In einer AB fühlte ich unmittelbar, dass ich zwar atme, aber jede einzelne Zellwand dicht macht. Kein Leben geht durch. No way. Damit in Kontakt, erlebte ich mich als Fötus, einer unmenschlichen Lebensfeindlickeit ausgeliefert. Am liebsten wäre ich gegangen. Ich krümmte mich, um mein Innerstes zu schützen, um zu ÜBERleben. Überleben bedeutet, mein Scheinprojekt den Eltern zuliebe zu erfüllen. Und immer, wenn eine Arbeit erledigt ist, spüre ich diese Erleichterung, endlich gehen zu dürfen. Eine unbeschreibliche Erfahrung.

    jacqueline am 28. April 2019 um 19:07 Uhr

  2. puh!
    but, it‘s the way it is.
    und deine exorbitante beurteilung der erfahrung zeigt, wo du tatsächlich stehst. 🙂

    2bd am 29. April 2019 um 20:13 Uhr

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